Tirol zwischen den beiden Weltkriegen, Teil 2: Politik, Parteien und Gesellschaft

Dieses Buch, das die politische Entwicklung Tirols in der Zwischenkriegszeit zum Gegenstand hat, ist der zweite Teil einer umfassenden Darstellung jener für unser Land äußerst schwierigen Zeit, die durch Wirtschaftskrise, soziale Verwerfungen, Entsolidarisierung der Gesellschaft und Militarisierung gekennzeichnet war (Teil 1 ist dem Wirtschaftsleben gewidmet und als Band 11 der Reihe lieferbar). Die 1918 begründete Republik, die einen Demokratisierungsschub auslöste, entwickelte zu wenig Problemlösungskapazität infolge des Versagens der politischen Parteien, die im Lagerdenken verhaftet blieben und der Paramilitarisierung der Gesellschaft den Weg bereiteten. Bekanntlich führte dieser Weg in den autoritären Ständestaat, der von großen Teilen der Bevölkerung nicht mitgetragen wurde und nicht zuletzt deshalb der nationalsozialistischen Bewegung von innen und außen erliegen musste. Diese gesamtstaatliche Entwicklung ist auch in Tirol festzustellen, wenn auch gewisse Unterschiede erkennbar sind. Vor allem prallten in Tirol die großen politischen Lager – Christlichsoziale und Sozialdemokraten – nicht so hart aufeinander wie anderswo, da die Tiroler Sozialdemokratie relativ schwach war und zudem noch zum gemäßigten Flügel der Partei gehörte. Bemerkenswert ist, dass die christlichsoziale Elite Tirols, insbesondere Landesrat Hans Gamper, aber auch Landeshauptmann Franz Stumpf, nur zögerlich und mit Vorbehalten dem Dollfuß-Weg in den autoritären Staat folgten. In Tirol scheinen die demokratischen Traditionen doch stärker gewesen zu sein als anderswo.

  • ISBN: 978-3-7030-0470-4

  • Umfang: 541 Seiten, gebunden

  • Reihe: Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchivs
    Alle Titel der Reihe

  • Band: 18

  • lieferbar

  • Preis:
    EUR 49,00

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