Sieglinde Lechner

Notgeld

Geldersatz in Innsbruck und anderen Tiroler Gemeinden 1918-1921

Notgeld als Ausweg aus der Geldnot

Verbreitung, Gestaltung und Bedeutung der Geldersatzzeichen in Tirol in der unmittelbaren Nachkriegszeit


Mit zahlreichen Farbabbildungen der oft durch namhafte Künstler entworfenen Notgeldscheine, die bewusst auch als Werbeträger und Propagandamittel verwendet wurden.

Weil der enorme Metallbedarf der Kriegsindustrie im Ersten Weltkrieg in Österreich (ebenso wie im Deutschen Reich) einen extremen Münzgeldmangel zur Folge hatten, erhielten Ende 1918 alle öffentlichen Körperschaften, industriellen Verbände, Unternehmungen etc. die Erlaubnis für die Ausgabe von Geldersatzzeichen. Zahlreiche Tiroler Gemeinden ließen daraufhin Notgeld drucken und in Umlauf bringen, ebenso einige öffentliche und private Institutionen, wobei aber das Notgeld nicht immer als Zahlungsmittel fungierte, sondern auch Propaganda- und Werbezwecken diente und nicht zuletzt als Sammelobjekt Bedeutung erlangte.

Im vorliegenden Werk werden nach einem einführenden historischen Überblick über die Geschichte und die Verwendung von Notgeld die nach dem Ersten Weltkrieg in Tirol ausgegebenen Notgeldscheine präsentiert, in ihrem kommunalgeschichtlichen Entstehungszusammenhang beleuchtet und insbesondere auch hinsichtlich ihrer Gestaltung eingehend betrachtet, um die damit verbundenen Botschaften zu entschlüsseln.

In ihrem Resümee geht die Autorin auch der Frage nach, inwieweit das Notgeld seinen Zweck als Geldersatzmittel erfüllen konnte und welcher Stellenwert ihm als Sammelobjekt zukam.

Aus dem Inhalt:

Der Weg zum Notgeld
– Definition des Notgeldes
– Historische Streiflichter zum Einsatz von Notgeld
– Die Finanzlage Österreichs vor dem Ersten Weltkrieg
– Maßnahmen zur Geldbeschaffung während des Krieges
– Die Finanzlage nach dem Ende des Ersten Weltkrieges
– Die wirtschaftliche und soziale Situation in Tirol während und nach dem Ersten Weltkrieg
– Das Produkt Notgeld
Notgeld in der Landeshauptstadt Innsbruck
– Gemeindedaten
– Die wirtschaftliche Situation um 1918
– Der Entschluss zur Ausgabe der (Notgeld-)Gutscheine
– Beschreibung (Notgeld-)Gutscheine
– Die (Notgeld-)Gutscheine der Stadtgemeinde Innsbruck
Notgeld im Bezirk Innsbruck-Land
– Kurgemeinde Igls
– Gemeinde Mutters
– Gemeinde Kreith im Stubaital
– Gemeinde Gries am Brenner
– Gemeinde Obernberg am Brenner
– Gemeinde Neustift im Stubaital
– Marktgemeinde Telfs
– Stadtgemeinde Hall in Tirol
Notgeld im Bezirk Reutte
– Marktgemeinde Reutte
Notgeld im Bezirk Imst
– Stadtgemeinde Imst
Notgeld im Bezirk Schwaz
– Stadtgemeinde Schwaz
– Gemeinde Eben am Achensee
Notgeld im Bezirk Kufstein
– Stadtgemeinde Kufstein
– Stadtgemeinde Rattenberg
– Marktgemeinde (heute Stadtgemeinde) Wörgl
– Gemeinde Münster
– Marktgemeinde Brixlegg
– Gemeinde Reith im Alpbachtal
– Gemeinde Brandenberg
Notgeld im Bezirk Kitzbühel
– Stadtgemeinde Kitzbühel
– Marktgemeinde St. Johann in Tirol
– Gemeinde Jochberg in Tirol
– Gemeinde Hochfilzen
– Marktgemeinde Fieberbrunn
– Gemeinde Kössen in Tirol
Bezirke ohne Notgeld
Die Ausgabe von Notgeld öffentlicher und privater Institutionen
– Der Tiroler Landesverkehrsrat
– Die Tiroler Landeskasse
– Die Pfadfindergruppe „Speckbacher“
– Der Notgeld-Sammlerbund in Innsbruck
– Der Ladinerverein
– Die Buchdruckerei der Verlagsanstalt Tyrolia in Innsbruck
Das Notgeld als Sammelobjekt
Das Notgeld, ein Werbe- und Propagandamittel
– Das Notgeld als Werbemittel
– Das Notgeld als Propagandamittel
Das Ende des Notgeldes als Zahlungsmittel

AutorInnen:


  • ISBN: 978-3-7030-0813-9

  • Umfang: 224 Seiten, gebunden

  • Reihe: Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, Neue Folge
    Alle Titel der Reihe

  • Band: 47

  • lieferbar

  • Preis:
    EUR 19,90

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