Bertrand Perz, Thomas Albrich, Elisabeth Dietrich-Daum, Hartmann Hinterhuber, Brigitte Kepplinger, Wolfgang Neugebauer, Christine Roilo, Oliver Seifert

Schlussbericht der Kommission zur Untersuchung der Vorgänge um den Anstaltsfriedhof des Psychiatrischen Krankenhauses in Hall in Tirol in den Jahren 1942 bis 1945

Opfer der NS-Euthanasie – langwierige Aufklärungsarbeit und Beweisstätten in Tirol

Der Schlussbericht führt Forschungsergebnisse zusammen, präsentiert den historischen und politischen Kontext, die Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Hall und widmet sich Fragen nach Identität, Sterben und Todesursachen der PatientInnen.

Was die Nazis vertuschen wollten, kam 2011 ans Tageslicht.

Die Entdeckung eines aufgelassenen Anstaltsfriedhofes auf dem Gelände des Psychiatrischen Krankenhauses in Hall in Tirol
und die bald erlangte Gewissheit, dass auf diesem Friedhof von November 1942 bis April 1945 228 Menschen bestattet worden waren, fand Anfang 2011 große internationale Aufmerksamkeit.

Da in der ersten Kriegshälfte 360 PatientInnen aus der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Hall in die Tötungsanstalt Schloss Hartheim und in die Anstalt Niedernhart in Linz verbracht und dort ermordet worden waren, stand der Verdacht im Raum, dass die Toten des Friedhofs Opfer systematischer Tötungen in der Haller Anstalt selbst waren. War Hall damit auch in die zweite Phase der NS-Euthanasie, die als „dezentrale Euthanasie“ bezeichnet wird, verstrickt?

Die wichtigsten Ergebnisse in einem Band

Die von der Tiroler Landesregierung 2011 eingesetzte unabhängige Expertenkommission legt im vorliegenden ersten Band ihres Schlussberichts eine zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Ergebnisse vor.

AutorInnen:


Thomas Albrich

Thomas Albrich, geboren 1956 in Dornbirn, Ao Univ.-Prof. Mag. Dr. am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, Hauptarbeitsgebiete: Zweiter Weltkrieg, alliierte Besatzungspolitik in Österreich, Geschichte der Juden und des Zionismus. Zahlreiche Aufsätze und Buchveröffentlichungen. Bei Haymon: Exodus durch Österreich. Die jüdischen Flüchtlinge 1945-1948 (1987), Tirol und der Anschluß (Mithrsg., 1988), Im Bombenkrieg (gemeinsam mit Arno Gisinger, 1991) – alle vergriffen. Bei Haymon zuletzt: Wir lebten wie sie. Jüdische Lebensgeschichten aus Tirol und Vorarlberg (1999), Von Salomon Sulzer bis "Bauer & Schwarz". Jüdische Vorreiter der Moderne in Tirol und Vorarlberg (2009), Das Schwarzbuch der bayerischen Polizei. Innsbruck 1809 (gem. mit Roland Sila, 2010), Judenbichl. Die jüdischen Friedhöfe in Innsbruck (2010), Jüdische Lebensgeschichten aus Tirol. Vom Mittelalter bis in die Gegenwart (2012) sowie das dreibändige Werk im Schuber Jüdisches Leben im historischen Tirol (2012). Im November 2016 erscheint sein neuestes Werk "Die Täter des Novemberpogroms 1938 in Innsbruck".

Alle Bücher von Thomas Albrich

  • ISBN: 978-3-7030-0857-3

  • Umfang: 416 Seiten, broschiert

  • Reihe: Veröffentlichungen der Kommission zur Untersuchung der Vorgänge um den Anstaltsfriedhof des Psychiatrischen Krankenhauses in Hall in Tirol in den Jahren 1942 bis 1945
    Alle Titel der Reihe

  • Band: 1

  • lieferbar

  • Preis:
    EUR 39,90

Termine

26.11.2019 18:00
Ort: Bürgersaal, Historisches Rathaus, Herzog-Friedrich-Str. 21, 6020 Innsbruck
Einladung zur Buchpräsentation „Zeit – Raum – Innsbruck 15“

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