Reihen: Erfahren - Erinnern - Bewahren. Schriftenreihe des Zentrums für Erinnerungskultur und Geschichtsforschung

Das „Zentrum für Erinnerungskultur und Geschichtsforschung“ (ZEG) versteht sich als Nahtstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Die räumliche und inhaltliche Nähe zum Institut für Geschichtswissenschaften und Ethnologie der Universität Innsbruck gewährleistet den Austausch in beide Richtungen. Die Reihe „Erfahren – Erinnern – Bewahren“ stellt besonders eindrucksvolle Selbstzeugnisse der großen Sammlung des ZEG an Vor- und Nachlässen vor. Die Reihe wird von Gunda Barth-Scalmani, Hermann J. W. Kuprian und Brigitte Mazohl herausgegeben.

  • Stationen eines kurzen Soldatenlebens: Kaisermanöver in Sarajewo 1914 – gefallen 1915 Erwin Simbriger (1884-1915)

    Spuren vom Leben eines jungen Innsbruckers, der 1915 als Soldat auf dem serbischen Kriegsschauplatz fiel, zufällig gefunden in zwei alten Kartons: Gunda Barth-Scalmani wertet die transkribierten Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Dokumente die als wertvolle Zeugnisse der Erinnerungskultur aus, bettet sie in den historischen Kontext ein und ergänzt sie durch reiches Bildmaterial.

  • Oswald Überegger: Mein Gröden Die Tagebücher der Filomena Prinoth-Moroder (1885–1920)

    Die faszinierenden Aufzeichnungen einer Landarztgattin erstmals wissenschaftlich ediert.

  • Markus Wurzer: „Nachts hörten wir Hyänen und Schakale heulen.“ Das Tagebuch eines Südtirolers aus dem Italienisch-Abessinischen Krieg 1935–1936

    Kriegserfahrungen eines jungen Südtirolers am Horn von Afrika zur Zeit des italienischen Faschismus. 

  • Schaufeln – Schubkarren – Stacheldraht Peter Demant - Erinnerungen eines Österreichers an Zwangsarbeitslager und Verbannung in der Sowjetunion

    Erfahren – Erinnern – BewahrenBewegende Aufzeichnungen eines Häftlings über das Überleben in den berüchtigten Straf- und Arbeitslagern der Stalinzeit. Kurz vor dem Ende des Ersten Weltkriegs wird Peter Demant im August 1918 in Innsbruck geboren. Seine Familie zieht nach Czernowitz, wo er –... Mehr

  • Wenn Wissenschaft Lebensgrenzen setzt Die Aufzeichnungen des Innsbrucker Physiologen Ludwig Haberlandt (1885-1932)

    Um die Wende zum 20. Jahrhundert boomte die Wissenschaft. Charles Darwin, Louis Pasteur, Robert Koch, Alexander Fleming und Niels Bohr schrieben Wissenschaftsgeschichte. Neue Forschungsgebiete, wie etwa die Hormonforschung, steckten noch in den Kinderschuhen und motivierten unzählige Wissenschaftler zu Grundlagenforschungen. Der Fortschritt machte... Mehr

  • Isabelle Brandauer: „Der Krieg kennt kein Erbarmen.“ Die Tagebücher des Kaiserschützen Erich Mayr 1913-1920

    Das eindrückliche Selbstzeugnis eines jungen österreichisch-ungarischen Soldaten über seine Erfahrungen an der Front und in der Kriegsgefangenschaft.Es sind einzigartige Dokumente eines österreichisch-ungarischen Soldaten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs: vier mit großer Sorgfalt und immensem Detailreichtum verfasste Tagebücher, die zwischen Herbst 1913... Mehr

  • Matthias Egger: „Für Gott, Kaiser und Vaterland zu Stehen oder zu Fallen …“ Die Aufzeichnungen Joseph Hundeggers aus dem Revolutionsjahr 1848

    Die einzigartigen Aufzeichnungen eines Innsbrucker Studenten, der 1848 „für Gott, Kaiser und Vaterland“ ins Feld zog und seine einschneidenden Erfahrungen zu Revolution und Krieg festhielt.Während in Paris, Berlin oder Wien 1848 die Studenten auf die Barrikaden stiegen, zogen über 300 Innsbrucker Studierende „für... Mehr