Die Marketenderin

Siglinde Clementi

Die Marketenderin

Frauen in Traditionsvereinen
  • Reihe: Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs

  • Band: Sonderband 2

29,90*

  • lieferbar
  • ISBN 978-3-7030-0812-2
  • 280 Seiten, broschiert
  • * Preis inkl. Mehrwertsteuer.
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Die Marketenderin als integraler Bestandteil der Tiroler Erinnerungskultur, ihre „Erfindung“ als Traditionsfigur im Schützenwesen und die Suche nach ihren historischen Wurzeln.

Die Marketenderin als integraler Bestandteil der Tiroler Erinnerungskultur, ihre „Erfindung“ als Traditionsfigur im Schützenwesen und die Suche nach ihren historischen Wurzeln.

Sie ist die „Zierde der Schützenkompanie“ und integraler Bestandteil der Tiroler Erinnerungskultur und Traditionspflege: Die Beiträge dieses Bandes nähern sich der „Marketenderin“ aus unterschiedlichen Perspektiven und beleuchten ihre aktuelle und historische Bedeutung.

Unter Einbeziehung der Erfahrungen und Deutungen heutiger Marketenderinnen wird gegenwärtiges Brauchtum aus einem ethnologischen Blickwinkel betrachtet. Die Rolle von Frauen im Tiroler Söldner- und Schützenwesen der Frühen Neuzeit, ihre Beteiligung an der Tiroler Erhebung 1809 und die „Erfindung“ der Marketenderin als Traditionsfigur im Schützenwesen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts zeigen die historische Dimension, aber auch die vergleichsweise kurze Tradition gerade in Tirol.

Frauenrollen in der Öffentlichkeit

Die Marketenderin ist die einzige aktive Rolle mit Öffentlichkeitscharakter für Frauen im Schützenwesen,
sie hatte und hat innerhalb der Männerriege aber einen eher marginalen Status inne. Die Autorinnen dieses Bandes zeichnen die Bedeutung dieser Figur mit allen Facetten nach, ohne Ambivalenzen und Widersprüche auszusparen.

Auszug aus dem Inhalt:

SIGLINDE CLEMENTI
Frauen und Männer: Nation – Tradition – Identität

ELISABETH TAUBER
Frauen als Zierde. Die Südtiroler Schützen und ihre Marketenderinnen zwischen Repräsentation und Diskus(en) zu Tradition, Tracht und Geschlecht

ASTRID VON SCHLACHTA
Vom Tross in die Kaserne – Frauen im Tiroler Militär der Frühen Neuzeit

ELLINOR FORSTER
Beteiligung, Wahrnehmung und Erinnerung: Frauen in der Tiroler Erhebung von 1809

Die „Erfindung“ der Marketenderinnen – als Reaktion auf den Wunsch von Frauen, an Schießveranstaltungen teilzunehmen. Frauen in der Tiroler Schützentradition des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

Siglinde Clementi
Die Marketenderin
Frauen in Traditionsvereinen
  •  
  • Reihe: Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs
  • Band: Sonderband 2
  •  
  • 29,90*
  • ISBN 978-3-7030-0812-2
  • 280 Seiten, broschiert
  • Erscheinungstermin: 22.05.2013
  • lieferbar
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Die Autorinnen

Siglinde Clementi, Historikerin in Bozen. Sie ist Koordinatorin der Arbeitsgruppe „Geschichte und Region/Storia e regione" und geschäftsführende Redakteurin der Zeitschrift „Geschichte und Region/Storia e regione". Forschungsschwerpunkte: Frauen- und Geschlechtergeschichte, Medizin- und Körpergeschichte der Frühen Neuzeit, Regionalgeschichte des Tiroler Raumes.

Astrid von Schlachta, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Ethnologie der Universität Innsbruck.. Mag. phil. 1997; Stipendiatin am Institut für Europäische Geschichte in Mainz, 1998/99; Dr. phil. 2002; von 2004 bis 2006 Post-Doc im Internationalen Graduiertenkolleg „Politische Kommunikation". Forschungsschwerpunkte und Publikationen zu folgenden Themen: Täufer in der Frühen Neuzeit, Politische Kultur und Landtage, Pietismus, Hof und Stände, Gendergeschichte.

Ellinor Forster, Dr.in phil., Universitätsassistentin am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck. Inhaberin einer Elise-Richter-Stelle mit dem Habilitationsprojekt „Veränderung der Gesellschaft durch Regieren und Verwalten. Politische Kommunikation in den Territorien Ferdinands III. – Toskana, Salzburg und Würzburg 1790–1824". Forschungsschwerpunkte: Rechts- und Geschlechtergeschichte, Politische – insbesondere symbolische – Kommunikation um 1800.

Elisabeth Tauber,
Sozialanthropologin, wissenschaftliche Mitarbeiter an der Freien Universität Bozen, Kompetenzzentrum für Innovation und Sozialforschung. Habilitationsprojekt: „The integrated exclusion". Sozial-kulturelle Konstruktionen von Diversität in institutionalisierten nationalen und europäischen Diskursen zur „Integration". Eine Ethnographie der Institutionen. Forschungsschwerpunkte: Romanies in Europa, Ethnographie und Theorie, Ethnographie und Geschichte, Anthropologie der Institutionen und des Staates, Angewandte Anthropologie.