Klingendes Bekenntnis zu Führer und Reich

Kurt Drexel

Klingendes Bekenntnis zu Führer und Reich

Musik und Identität im Reichsgau Tirol-Vorarlberg 1938-1945

    29,90*

    • lieferbar
    • ISBN 978-3-7030-0843-6
    • 328 Seiten, gebunden

    „Klingendes Bekennen arteigener Daseinsfreude und jahrhundertalten Wehrbauerntumes!“ Das Motto des Tiroler  „Gauliederbuchs“ von 1941 ist in der NS-Zeit auch musikpolitisches Programm: Ausschluss des „Fremden“, Betonung des „Bodenständigen“, „Echten“, das in diesem Kulturverständnis vor allem das bäuerliche Element darstellt.


    Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 widmen die neuen Machthaber auch im Gau Tirol-Vorarlberg der Volkskultur und dem Musikschaffen ein besonderes Augenmerk. Dieses Buch geht der Frage nach, wie und in welchem Ausmaß es dem NS-Regime gelang, die Musik für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Wie intensiv trugen Musikschaffende zur Nazifizierung des Musiklebens bei? Inwieweit fanden nationalsozialistische Inhalte Eingang in die Musikstücke? Und welche Brüche und Kontinuitäten lassen sich im Tiroler Musikleben für die Zeit nach 1945 feststellen?

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    Ein Buch, das die Instrumentalisierung der Musik durch das nationalsozialistische Regime darstellt und  jahrzehntelang verdrängte Fragen nach Brüchen und nach Kontinuitäten bis in die Gegenwart stellt.

    Instrumentalisierung der Musik durch das nationalsozialistische Regime


    Dieses Buch wirft Fragen auf, die bis in die Gegenwart reichen. Brüche und Kontinuitäten


    „Klingendes Bekennen arteigener Daseinsfreude und jahrhundertalten Wehrbauerntumes!“ Dieses Motto, das der Gauleiter von Tirol-Vorarlberg, Franz Hofer, 1941 dem Gauliederbuch „Hellau“ voranstellte, kann durchaus als kurz gefasstes musikpolitisches Programm gelesen werden: Ausschluss des Fremden, vornehmlich des „Nichtarischen“, Betonung des sogenannten Bodenständigen, Ursprünglichen, Echten, das in diesem Kulturverständnis in erster Linie das bäuerliche Element darstellte.


    Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 widmeten die neuen Machthaber der Volkskultur und dem Musikschaffen ein besonderes Augenmerk, betrafen doch diese Bereiche breite Teile der Gesellschaft ganz unmittelbar. Hier setzte die NS-Kulturpolitik an, indem sie das „Volkstum“ idealisierte und Brauchtum und „Heimatkultur“ enorm aufwertete. Auch im Gau Tirol-Vorarlberg schwang sich die Partei zur „Hüterin, Bewahrerin und Vollenderin“ der Tradition des Landes auf.


    Dieses Buch geht der Frage nach, wie und in welchem Ausmaß es dem nationalsozialistischen Regime gelang, die Musik für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Auf welche Weise und wie intensiv waren Musikschaffende aus Tirol und Vorarlberg an der Nazifizierung des Musiklebens beteiligt? Inwieweit fanden nationalsozialistische Inhalte unmittelbar Eingang in die Musikstücke? Und welche Brüche und Kontinuitäten lassen sich im Tiroler Musikleben für die Zeit nach 1945 – bis in die Gegenwart – feststellen?

    Kurt Drexel
    Klingendes Bekenntnis zu Führer und Reich
    Musik und Identität im Reichsgau Tirol-Vorarlberg 1938-1945
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    • 29,90*
    • ISBN 978-3-7030-0843-6
    • 328 Seiten, gebunden
    • Erscheinungstermin: 16.05.2014
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    Kurt Drexel, Dr., Musikwissenschafter, lehrt an der Universität Innsbruck. Gemeinsam mit Monika Fink ist er Herausgeber der dreibändigen "Musikgeschichte Tirols" (Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2001–2008 ). Seine Forschungsschwerpunkte seit 1994 liegen auf den Gebieten Musik und Politik, Geschichte der Gitarre und Laute, Regionalmusikforschung und Musik und Ideologie.